Deutsche Bibelgesellschaft Brot für die Welt
Willkommen bei der Evangelisch-Lutherische Nicolai-Kirchgemeinde Zwickau!
     Jahreslosung
Jahreslosung 2010
Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich. (L) Johannes 14, 1
Johannes 14, 1

     Losung
Losung u. Lehrtext für Samstag , den 31.07.2010
Er ist's, der wechseln lässt Zeiten und Stunden; er setzt Könige ab und setzt Könige ein.
Daniel 2,21
Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.
Johannes 16,26-27
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Evangelisch-Lutherische Nicolai-Kirchgemeinde Zwickau

Der Dom St.Marien in Zwickau

Der Dom St. Marien in Zwickau ist eine der bedeutendsten Hallenkirchen der obersächsischen Spätgotik. An ihm läßt sich eine über 800 Jahre alte und sehr wechselvolle Geschichte des Glaubens und Bauens ablesen. Die Anfänge der Stadtpfarrkirche St. Marien reichen bis um das Jahr 1180 zurück. Der romanische Vorgängerbau wurde in der Zeit von 1453 bis 1565 zur Hallenkirche im Stil der obersächsischen Spätgotik umgebaut. Nachdem der gotische Turmhelm 1650 durch einen Blitzschlag zerstört worden war, erhielt der Turm in den Jahren 1671 bis 1677 nach einem Entwurf von Zimmermeister Joachim Marquard aus Plauen seinen charakteristischen barocken Helm, der eine Höhe von 88 Metern erreicht. Von 1885 bis 1891 erfolgte unter Oskar Mothes eine grundhafte Sanierung der Kirche, bei der die bauliche Hülle im Geist des Historismus modifiziert und unter anderem an den Strebepfeilern um ein Skulpturenprogramm erweitert wurde. Es stellt Apostel, Propheten und Persönlichkeiten der Reformation dar.

Die Kirche hat sich wegen tektonischer Bewegungen im tieferen Untergrund und infolge des Steinkohlenbergbaues auch unter dem Stadtzentrum um etwa 3,70 m gesenkt und um mehr als 1,30 m nach Südosten bewegt, was die Baupflege bis heute und auch weiterhin vor ständig neue Herausforderungen der Gebäudesicherung und -sanierung stellt.

Der repräsentative Kirchenbau entspricht seiner wertvollen Ausstattung mit Bild- und Kunstwerken. Sehenswert sind im Inneren insbesondere der Flügelaltar von Michael Wolgemut (1479), das Vesperbild von Peter Breuer (1502), das Heilige Grab von Michael Heuffner (1507), das Netzrippengewölbe (1536/1565), der Doppelwendelstein, die Kanzel und der Taufstein von Paul Speck (1538), die barocken evangelischen Beichtstühle (1632), sowie Bildwerke und Epitaphien aus verschiedenen Epochen. Die 5400 Pfeifen und 77 Register umfassende viermanualige Orgel der Firma Eule (Bautzen) ist die größte jemals in der DDR gebaute Kirchenorgel (1966).

Seit 1517 predigte der Humanist Johannes Wildenauer (Egranus) an der Marienkirche in reformatorischem Geist. 1520 wirkte auf Empfehlung Martin Luthers für ein halbes Jahr Thomas Müntzer als Prediger an der Marienkirche. 1521 bestellte der Rat mit Nikolaus Hausmann den ersten protestantischen Pfarrer an der Stadtkirche, der die vergleichsweise frühe Einführung der Reformation im lutherischen Sinne bewirkte. Von 1737 bis 1743 war Johann Ludwig Krebs, der berühmte Meisterschüler Johann Sebastian Bachs, auf dessen Empfehlung als Organist an der Marienkirche tätig. Im Taufbuch der Stadtkirche St. Marien ist Robert Schumanns Taufe am 14. Juni 1810 eingetragen. Vom siebenten Lebensjahr an erhielt er Klavierunterricht vom Organisten der Marienkirche, Johann Gottfried Kuntsch, dem er später sein Opus 56 widmete. In St. Marien hatte er als Elfjähriger einen seiner ersten öffentlichen Auftritte, „stehend am Klavier“, wie er später selbst schrieb.

Auf Grund ihrer Größe und der großen Ausstrahlungskraft ihrer Baugestalt erhielt die Stadtkirche 1935 die offizielle Bezeichnung „Dom“. Heute ist der Dom St. Marien die Ephoralkirche des Evangelisch-Lutherischen Kirchenbezirkes Zwickau und Gotteshaus der aus der früheren Domgemeinde St. Marien und der ehemaligen Matthäus-Markus-Kirchgemeinde im Zuge der Kirchgemeindestrukturreformen neu gebildeten Ev.-Luth. Nicolai-Kirchgemeinde Zwickau.

Gottesdienste werden i.d.R. sonntags 10.30 und 18.00 Uhr, sowie feiertags 10.30 Uhr gefeiert.

Die Kirche ist außerhalb der Gottesdienstzeiten i.d.R. täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, in den Wintermonaten i.d.R. von 13.00 bis 17.00 Uhr zur stillen Andacht und Besichtigung geöffnet. Um die tägliche Öffnung zu ermöglichen, wird ein geringes Eintrittsentgelt erhoben. Zur persönlichen Andacht steht außerdem die Kapelle unentgeltlich zur Verfügung.

Neben Gottesdiensten und Kirchenmusiken werden auch Kirchenführungen, Orgelführungen und Turmführungen angeboten.



     Impressum
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Ev.-Luth. Nicolai- Kirchgemeinde Zwickau
Domhof 10
08056 Zwickau
Tel: 0375-2743510
Fax: 0375-2743515
E-Mail: Pfarramt

Kirchenvorstand
Vorsitzender : Pfr. Frank Bliesener
stv. Vorsitzender :
Alfred Brunner


Redaktion und Layout : Michael Heyer

     Förderprojekte
Unsere Gotteshäuser,
der Dom St.Marien
zu Zwickau

und die Matthäuskirche,
wurden durch die DEUTSCHE BUNDESSTIFTUNG
UMWELT

mit mehr als 2,2 Mio. Euro gefördert.




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